Meistens eher kleinere Sachen wie Schülern erste Hilfe leisten, Wunden verbinden, psychisch betreuen, Schienen anbringen und Eltern, bzw. den Rettungswagen anrufen. Manchmal wird man auch zum Ansprechpartner oder zur psychischen Stütze.

Adrien, 17 Jahre, Schulsanitäter
Seit dem Anfang 11. Klasse, also seit etwa eineinhalb Jahren. Ich bin immer noch dabei, weil ich die Menschen mag, mit denen ich zusammenarbeite. Außerdem gefällt es mir, anderen zu helfen.
| Steckbrief Adrien | ||||||||||
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Als ich gerade erst die Sanitätshelferprüfung gemacht hatte, wurde ich ins Sanitätszimmer gerufen. Im Raum war schon Adrian, der mit mir zusammen die Prüfung gemacht hatte. Auf der Liege lag ein Mädchen, das ich damals nur flüchtig kannte. Sie lag keuchend mit einer Hyperventilation auf der Liege und schnappte nach Luft. Wir waren am Anfang total überfordert. Wir wussten zwar, dass sie eine Hyperventilation hatte und führten auch die gelernten Maßnahmen durch, aber trotzdem kam eine Panik in mir hoch, weil das Mädchen heftige Atemnot hatte. Sie atmete sehr schnell und mit einem pfeifendem Geräusch, auch noch mit Atemmaske. Hyperventilationen sind meistens psychischer Ursache, darum versuchten wir das Mädchen zu beruhigen und Atemanweisungen zu geben. Als dann der Rettungsdienst kam, waren wir schon sehr erleichtert, und es wurde dann auch besser. Nachdem er wieder gegangen war, hatte sie noch einen ähnlichen Anfall. Zum Glück war der Rettungswagen noch draußen.
Bei den Maltesern und auch in der Schule beim Sanitätsdienst habe ich ziemlich viele neue Freunde kennen gelernt. Auch auf der Fortbildung von den Maltesern, treffe ich mich also mit meinen Freunden. Die Stimmung ist ziemlich locker und witzig, aber wir lernen auch etwas. Ich bekomme kein Geld, was mich aber überhaupt nicht stört.
Ich will Medizin studieren und da hilft mir die Ausbildung schon etwas. Da ich den Zivildienst bzw. das FSJ bei den Maltesern/DRK machen möchte und die Plätze knapp sind, hilft mir die Ausbildung als Sanitätshelfer und der Schulsanitätsdienst schon sehr. Beim Zivildienst/FSJ will ich dann die Ausbildung zum Rettungshelfer machen, vielleicht sogar zum Rettungssanitäter. Das hilft mir enorm beim Studium, da ich erstens von den Bio- und Chemiekenntnissen, die ich bei der Ausbildung lerne, profitieren kann, und mir wird die Ausbildung zum Rettungssanitäter und überhaupt meine ganze Sanitäterlaufbahn als Bonus angerechnet.
Ich bin dafür. Ein verpflichtendes soziales Jahr gibt Eindrücke in das Leben anderer, meist kranker und bedürftiger Menschen, und es ist eine gute (Berufs-/Lebens-)Erfahrung. Auch würden dadurch die ganzen Krankenhäuser, Kindergärten, Altenheime entlastet, die kostenlose Arbeitskräfte gut gebrauchen können.
Die Ausbildung zum Schulsanitätsdienst bieten folgende Hilfsorganisationen an:
Für den Schulsanitätsdienst beim DRK gibt es ein eigenes Qualipass-Zertifikat im Bereich Download / Film.