Der "Hauptjob" besteht in den wöchentlichen Gruppenstunden. Man leitet immer zu zweit eine Kindergruppe von etwa zehn Kindern. Unsere Mädels haben gerade Kommunion gehabt und sind ca. neun Jahre alt. In den Gruppenstunden spielen, basteln oder backen wir meistens, und ab und zu wird etwas Thematisches gemacht (allerdings ist das eher für ältere Kinder). Außerdem gibt es noch andere Aktionen, wie den Fun-Tag, Schneetag, Partys etc, die den Kindern ermöglichen, auch außerhalb ihrer Gruppe Kontakte zu knüpfen. Dafür gibt es auch noch das zehntägige Sommerlager, das Pfingstlager und das Skilager. Das alles wird in den Leiterrunden geplant, besprochen, diskutiert und organisiert. Jeden zweiten Mittwoch treffen sich 31 Leiterinnen und Leiter - mittlerweile eine echt große Runde-, um ein Top nach dem anderen abzuarbeiten. Die Details der einzelnen Aktionen werden aber in Teams vorbereitet, die aus etwa fünf Leitern besteht.

Maha, 16 Jahre, Gruppenleiterin der KJG Hl. Dreifaltigkeit
Leiterin bin ich seit letztem Herbst. Allerdings bin ich schon seit sechs Jahren in der KJG. Was mich dabei hält, ist schwer in einem Satz zu sagen, aber vor allem ist es der Spaß, den ich dabei habe. Wenn ich manchmal entmutigt von langwierigen Diskussionen in der Leiterrunde bin, und ich dann aber zwei Tage später sehe, was für eine Freude die Kinder haben, weiß ich genau, warum ich das mache. Wahrscheinlich ist es auch der Wunsch von mir, den Spaß, den ich als Gruppenkind hatte, weiterzugeben. Außerdem ist man nie allein, alles besteht aus und lebt von Teamarbeit. Oh je, hört sich wohl etwas kitschig an.
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Die kommt denke ich noch: das Sommerlager. Dort werden zehn Tage lang Non-Stop Programm, Verantwortung und Motivation verlangt, bei großem Schlafmangel. Allerdings freue ich mich wahnsinnig darauf, das wird bestimmt eine coole Erfahrung. Auch wenn es anstrengend wird und eine Herausforderung darstellt, ist der Spaßfaktor mindestens genauso groß.
Puh, ich habe mir da ehrlich gesagt noch nicht eine Minute Gedanken darüber gemacht. Es war schon ewig mein Wunsch, Leiterin zu werden, eigentlich seit meine Leiterinnen nach dem Abitur von Freiburg weggegangen sind. Auf die Idee, Geld dafür zu wollen, bin gar nicht gekommen. Mein Freundeskreis beschränkt sich größten Teils auf die Leiterrunde, also ist meine ehrenamtliche Tätigkeit damit verbunden. Aber man muss schon sagen, dass das Leiterdasein viel Zeit in Anspruch nimmt und nebenher nicht mehr all zu viel Zeit übrig bleibt.
Wenn ich mich entscheiden sollte, etwas mit Kindern machen zu wollen, auf jeden Fall. Es hilft mir jetzt schon. Ich babysitte ab und zu, und meine Erfahrungen und auch Spielideen haben mir bestimmt geholfen, einerseits den Job zu bekommen, und andererseits die Kinder gut zu unterhalten. Die Arbeit im Team, die Verantwortung, das Kreative - das sind sicher Eigenschaften, die jeder spätere Job gut verträgt.
Ich bin mir nicht sicher, ob das ideal wäre, da ich mir vorstellen kann, dass das nicht jedermanns Sache ist. Aber eigentlich finde ich es auch gut, weil damit auch sehr viele wertvolle Erfahrungen verbunden sind. Kurz gesagt: ich weiß es nicht genau.