Ich komme morgens ins Büro, schaue auf die Homepage von "Jump on" und überlege, was man so neues reinsetzen kann, neue Umfragen etc. Dann surfe ich im Internet, schaue mir meine E-Mails an. Also ich sitze viel vor dem Computer. Vorher konnte ich keine PCs leiden und jetzt geht's nicht mehr ohne. Heute ist ab drei Uhr Rockwerkstatt. Da wird jungen Mädchen Gitarre, Schlagzeug oder Singen beigebracht und ich mache mit den Mädchen Voice-Coaching. Ich bin also auch eine Art Gesangslehrerin. Ansonsten muss ich Veranstaltungen organisieren, wirklich vom Anfang bis zum Ende.

Hannah, 19 Jahre, Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in Kultur
Ich bin schon über ein halbes Jahr dabei und habe hier auch früher schon neben der Schule viel ehrenamtlich gearbeitet. Man muss sich einfach für die Sache interessieren und Engagement mitbringen. Dabei geht es eigentlich nicht nur darum, dass man den anderen was Gutes tut. Oft ist es viel wichtiger, zusammen zu sein und etwas zu lernen, was man in der Schule nicht mitbekommt. Das ist etwas ganz wichtiges.
| Steckbrief Hannah | ||||||||||
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Oh Gott! Die "Jump on Party" im Haus der Jugend Freiburg vielleicht. Da musste man wirklich viel organisieren, damit auch alles gepasst hat. Es war spannend am Abend zu sehen, ob auch alles klappt. Bei Veranstaltungen muss man oft bis spätabends und auch am Wochenende arbeiten, aber damit habe ich kein Problem. Ich habe schon früher in einem Club ehrenamtlich gearbeitet und da war es zum Teil noch viel später.
Weil ich nach der Schule noch keine Ahnung hatte, was ich machen soll und einfach ein Jahr Zeitpuffer gebraucht habe, um mich zu entscheiden. Dafür war das FSJ genau das richtige. Außerdem merkt man, dass man was auf die Beine stellen kann, eigene Projekte oder Veranstaltungen. Jugendlichen wissen viel zu wenig, was sie ohne die Erwachsenen alles ausrichten können. Geld spielt im Moment keine so wichtige Rolle. Es ist aber ja auch nicht ganz ehrenamtlich, im FSJ bekomme ich etwas Geld. Ich komme damit aus. Es ist auch nicht der Sinn dieses Jahres, dass ich da groß Geld verdiene.
Ich wusste zwar schon vorher, dass mich der Bereich Kultur und Veranstaltung interessiert, aber hier hat es sich dann verfestigt. Jetzt kann ich sagen, o.k. ich habe Bock darauf, 3 Jahre lang Veranstaltungskauffrau zu lernen. Und meine Erfahrungen werden mir allemal weiterhelfen, selbständiger zu sein.
Bin ich dagegen. Die Leute, die keine Lust darauf haben, machen ihre Arbeit schlecht und bringen diejenigen, die wirklich motiviert sind, in Verruf. Es sollte freiwillig bleiben!